Samstag, 31. Juli 2010

die letzte Zeit mit Max 14.07.2010-29.07.2010


Max` Mission sollte eigentlich erst Ende Oktober starten.
Durch Missverständnisse jedoch ist es anders gekommen. Es war anfangs sehr hart das zu akzeptieren, denn wir hatten uns schon genau unsere letzte gemeinsame Zeit ausgemalt und Aktivitäten geplant. Das anzunehmen war nicht leicht.
Ich hatte dies bezüglich eine kleine Eingebung: Max und ich sprachen gerade am Telefon darüber, das es einfach unfair ist, wenn er in drei wochen schon gehen müsste, obwohl wir noch drei monate gehabt hätten! Doch auf einmal fühlte ich so stark, dass es das einzigst richtige ist und blickte ganz zufällig auf mein kleines Buch, in dem ich persönliche Eingebungen und ähnliches eintrage. Es war wie einen Wink mit dem Zaunpfahl, weil es sagte: "schreib dies auf, der Herr sagt dir das Max JETZT gehen soll!"
Wie es aussieht ist das Max erste Prüfung demütig zu werden und auch meine!
Oft verstehen wir Gottes Wege nicht, sie sind seltsam-doch richtig und wie richtig sie sind und wie wichtig es ist sie zu befolgen, das lernen und sehen wir erst später!

Max kam also sovort am nächsen Tag zu mir damit wir die letzten Tage zusammen verbringen konnten. Wir machen alles zusammen. Wenn wir uns nicht sehen können, da Max und ich drei Stunden von einander entfernt wohnen, Telefonieren wir. Morgens bevor wir aus dem Haus gehen. Sobald wir wieder zu hause sind und schlafen dann am Telefon ein! Wir brauchen uns also ständig.
In diesen letzten Tagen nun also war es anfangs noch normal. Die Mission hat man sich nicht wegdenken können aber man hat es irgendwie verdrängt.
Wir haben einfache Dinge gemacht. Dinge die wir immer machen. DvDs gucken, uns gebräunt, gestritten, vertragen, gelacht, einen spaziergang in Weilburg bei dem Max mir nur sagte dass ich die bin, die er heiraten möchte, wir haben gerauft, uns geküsst, uns gesagt wie sehr wir uns brauchen und auf uns warten werten.

Max durfte dann endlich in den Tempel um dort neue heilige Handlungen durchzurühren, für die man als zukünftiger Missionar befähigt ist. Es war sicherlich ein ganz besonderer Tag für ihn und eine wundervolle Erfahrung mehr über unseren Herrn Jesus Christus und wie wir zu ihm zurück kommen können zu erfahren. Es waren seine Eltern meine Eltern und mein Bruder meine Cousine und eine Freundin mit dabei. Viel hat er nicht gesagt. Er war danach auch ganz normal :) aber ich weiß wie besonders es für ihn war! Er ist ein toller Mann!!!

Unsere gemeinsame Freundin kam danach mit zu uns. Wir haben mit den Jungen Erwachsenen aus unserer Gemeinde einen DvD abend gemacht und waren danach bei uns zu hause.
Am nächsten Tag haben wir viele für Max in Frankfurt besorgt. Anzüge, Schuhe, Kamerea... alles was man so braucht. Dieser Tag war toll. Denn ich durfte dabei sein wir Max langsam aber sicher zum Missionar wird.

Den nächsten Tag waren wir mit meinem kleinen Bruder und unserer Freundin im Schwimmbad. Ich kann nur eins sagen. Mit echten Freunden kann Zeit so wertvoll sein!


Dann fuhren wir mit Max' Eltern zu ihm nach Hause. In dieser Umgebung, ging es mir schon wesentlich schlechter. Nicht wegen seiner Familie, denn die ist einfach super. Aber für mich fühlte sich alles immer mehr nach Abschied an und bei ihm zu Hause, wusste ich - bald war Endstation. Wir gingen noch viele Besorgungen machen, schauten gemeinsame Filme bei denen ich mich in seine Arme kuschelte und ihn eigentlich nie mals wieder weglassen wollte.

Es kam sein Abschiedssonntag in der Gemeinde. Er gab eine so tolle Ansprache!
Ich weiß was für ein großartiger Missionar er werden wird! Ich glaube in diesem Moment wussten das alle in der Gemeinde!

Meine Familie war auch gekommen. Nach einem großen Essen fuhren wir zu Max nach hause.
Anne, meine kleine Schwerster, hat für Max ein Abschiedslied geschrieben und dort vorgesungen. Ich wurde immer trauriger. Mein Herz weinte und irgendwann auch ich.
Nils mein kleiner Bruder hat die letzte Woche noch mit bei Max verbracht.
Das war mir eine Große Hilfe.
Wir sind mit Max Bruder Mathias und Nils später zu einem Denkmal gefahren.
Dieser Abend war auch so unvergesslich. Auf diesem Denkmal Max nahe zu seine und einen so wundervollen Ausblick zu haben. Zu sprüen das es einen Gott gibt der alles erschaffen hat... und dann zu wissen, dass man aber bald überall ohne seinen Partner hingehen muss... so viele Gedanken waren in meinem Kopf.

In den letzten Tagen wurde ich immer trauriger. Ich weinte so viel. Ich hatte schlechte Träume vor Angst alleine zu sein. Max tröstete mich immer! Er kann das am besten!

Am Mittwoch war die Einsetzung von Max. Von jetzt an war er ein Elder und musste sich an Regeln halten. Alleine die Fahrt dort hin, die übrigens auch lustig war, weil das Navigationssystem einen sehr kurvenreichen Weg rausgesucht hatte und wir sogar durch einen Acker fuhren, war ansonsten wie eine Folter. Von nun an würde nichts mehr so sein wie es war!

Max bekam einen ganz wundervollen Segen zu seiner Einsetzung. Ein paar Dinge, die ich noch wusste habe ich aufgeschrieben.

Max ist der wundervollste Mann den ich kenne. Er gibt mir das Gefühl die schönste Frau zu sein und lässt mich spüren wie groß seine Liebe ist. Er ist immer für mich da und wird es auch jetzt in diesen zwei Jahren sein!

Ich sehne mich nach dir Max. Du bist es! Ich werde dir immer treu sein! In Gedanken und in Taten! Du bist die Erfüllung, die mein Leben lebenswert macht!

ICH LIEBE DICH!

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