
Samstag- ein erster Tag ganz ohne Max. Die Nachz war nicht ganz so einfach aber besser als ich gedacht habe. Ich bin öfter aufgewacht und habe ich den Himmerl geschaut. Es gab den Mond und nur einen Stern darunter. Es hat mich an den Disney Film "küss den Frosch" erinnert. Der Stern ist die große Liebe eines Glühwürmchens. Für mich war es so als würde Max jetzt in den gleichen Himmel blicken, das gleiche Bild vor sich haben und an mich denken.
Nils, mein kleiner Bruder ist so lieb. Ich habe mit ihm in einem Bett geschlafen und die ganze Nacht lief ein Königreich für ein Lahma, weil das eine gute Stimmung macht. Ansonsten war ich überrascht das Gott mir wirklich einige Engel über den Tag geschickt hat, die sich um mich gesorgt haben und mit denen ich so tolle Gespräche führen konnte. Dafür war ich so dankbar! Ich bin überrascht wie mich andere Leute aufbauen können. Es tut mir so gut zu hören, dass ich es schaffen werde und dass Max nur mich will usw.
Auch habe ich heute in den heiligen Schriften gelesen und Kirchen Musik gehört. Es hat mir gut getan auch wenn es mich etwas traurig gemacht hat. Eigentlich wollte ich anfangen im Buch Mormon zu studieren. Nur habe ich vor kurzem mit Max da angefangen und so konnte ich es einfach nicht. Ich habe dann in Lehre und Bündnisse angefangen und auf einemal das starke Gefühl gehabt, dass ich beten soll und eine Seite aufschlagen sollte.:
Ich betete, dass Gott mir hilft und mir Trost geben würde.
Ich schlug Lehre und Bündnisse 18:29,30 auf. Darin stand das bestimmte Leute ordiniert werden zu taufen, und sie das was bevor steht erfüllen müssen.
Erst später am Tag verstand ich was Gott mir damit sagen wollte. Ich muss verstehen und einsehen wie wichtig diese Mission für Max ist! Und das er sie erfüllen muss. Genau wie Gott mir in Max Segen sagte, dass er eine Mission zu erfüllen hat und die sehr wichtig für ihn sei.
Wenn ich mich sehr einsam fühle, stelle ich mir manchmal vor wie es wäre ganz ohne einen Partner. Ich wäre auch nicht viel glücklicher, weil man sich immer nach zweisamkeit sehnt!
Außerdem hat man nie die Gewissheit ob man auch den finden wird, nach dem man sucht.
Und wie mir mein Freund Philipp heute schon sagte, ich kann so froh sein dass ich Max habe dass wir das gleiche für einander empfinden und vorallem dass wir auch noch beste Freunde sind! Das ist das was sich jeder wünscht! Und das gab mir viel kraft, denn ich kann so glücklich sein Max zu haben. Wie gesagt er ist auf einer Schule um zu lernen der beste Ehemann für mich zu sein.! :)
Heute Nachmittag ging es mir einmal sehr schlecht. Ich habe mich bei meiner Mama ausgeweint und fühlte mich sehr schwach und hilflos ohne Max.
Im nächsten Moment bekam ich so eine große Kraft! Das war unglaublich! Ich fühlte mich so bereit alles zu schaffen! Ich konnte sogar in mein Zimmer gehen und mir das Ziel setzen da aufzuräumen. Das hört sich jetzt doof an, aber ich habe eine große Blockade was mein Zimmer betrifft, weil ich weiß dass Max nicht da ist und er dieses Zimmer trotzdem füllt zumindest mit Erinnerungen. Und das tut so weh.
Seit dem Max weg ist, stelle ich alles an seinen Platz zurück und versuche odentlicher zu sein-er mochte meine Unordnung noch nie. Und jetzt habe ich so ein schlechtes Gewissen. Ich werde es also hoffentlich jetzt lernen!!! Danke Max!!!
Und kurz darauf habe ich meine Freundin Rebekka angerufen. Sie hat auch zwei Jahre auf ihren Mann gewartet. Und es tut mir ehrlich gesagt gut zu wissen, dass es für sie auch so schlimm war. Es war toll sich bei ihr auszusprechen und Hilfe zu bekommen und zu wissen, dass sie es einfach versteht! Ich habe daraus lernen können, dass ich wie Gott es mir schon gesagt hat-lernen muss mich zurück zu stellen, nicht egoistisch zu sein und meinen Max dem Herrn zu geben. Nur dann kann auch ich diese Zeit gut überstehen!
Am Abend war ich mit meinen Eltern noch in der Stadt. Ich habe für Max einen Gürtel umgetauscht. Es war irgendwie schön dass für ihn machen zu können, da es sich so angefühlt hat dass wir zusammen gehören und ich etwas für ihn erledige. Ansonsten war ich doch sehr traurig. Alleine sein, obwohl man es nicht ist. Das ist kein schönes Gefühl. Es war trotzdem gut, dass ich mit meinen Eltern einfach über meine Gefühle sprechen konnte.
Als ich meinen Papa fragte ob Max auch wirklich nur mich will, hat er mir so eine überzeugende Antwort gegeben, die mir so viel Stärke gibt. Er sagte dass Max ja sogar in seiner Abschlussansprache von seinem zu hause bei uns geredet hat, was zeigt dass das alles in seinem Herzen ist und wirklich von innen kommt. -danke Papa
Nun bin ich zu hause, ich versuche möglichst gute Gedanken zu haben. Alle Gedanken sind zwar bei Max, aber ich kann wieder besser atmen.
Leider bin ich insgesamt noch sehr unglücklich. Nich mal lust zu essen habe ich, und heute ist schon der zweite Tag. Nur ein Brötchen habe ich zu mir genommen, und das nicht mal gerne.
Gleich werde ich noch ein Kapitel in den Schriften lesen. Und mit meiner Mama ein paar Lieder aus dem Gesangbuch singen. Ich denke das tut mir gut.
Max, ich hoffe die Zeit geht schnell vorbei. Du siehst ja dass ich mich sehr bemühe und es irgendwie packen werde. Mach dir keine Sorgen, du bist der einzige für mich. Ich brauche nichts außer dich! Und ab und zu stelle ich mir vor wie ich dich vom Flughafen abhole, habe Schmetterlinge im Bauch, und verspüre für wenige Sekunden ein Gefühl von Glück.
Ich werde mir jetzt immer sagen, ich bin glücklich dass du auf Mission gehen konntest! Das tut mir auch gut!.
Ich liebe dich mein Schatz. Freue mich schon so auf einen Brief von dir! Ich habe dir heute auch schon einen geschrieben.
"Ich gebe dich zwei Jahre dem Herrn, und bekomme dich für dich Ewigkeit!"
Alles in mir schreit nach dir! Ich liebe dich so dermaßen dass es keine Worte dafür gibt.
Ich bin so stolz auf dich!!!
ICH LIEBE DICH!!!
Nur die Deine.... Felicitas
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